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Deutschrap ist einzigartig in seinem Facettenreichtum. Auf der einen Seite steht rauer Battle-Rap, der auf die Fresse gibt und stets auf der Suche nach der krassesten Punchline ist. Auf der anderen Seite wiederum findet man den sozialkritischen Polit-Rap, der in eloquenter Art und Weise gesellschaftliche Missstände anprangert. Einzeln betrachtet super, besser noch, wenn man beides beherrscht. Takt32 ist ein Künstler, der genau diesen Spagat mit Bravur meistert.

Schon in früher Jugend verschlägt es den Urberliner in die Banlieus Frankreichs und später auch für ein paar Jahre in die USA, woher er jede Menge musikalische Inspiration schöpft. Erste Bekanntheit in der Szene erlangt Takt32 durch Siege beim Berliner Battle-Turnier Rap Am Mittwoch. Später erweitert er sein Themenspektrum und beginnt damit, seine Umwelt und sich selbst in der Musik zu reflektieren. Auf die Debüt-EP „#Overkill“ 2014, folgt im Jahr darauf bereits das erste Album „Gang“ – beide Platten erscheinen über das eigens gegründete Independent-Label Kiezkunst. Takt32 weiß sich von Schubladen und Normen zu distanzieren. Es ist das Zusammenspielt aus Intelligenz, angemessener Selbstreflexion und ein kleines bisschen angeborenen Berliner „Hau Drauf Attitüde“, das Takt32 den Weg ebnet, um in der obersten Rap-Liga mitzuspielen. Die nächste Etappe auf diesem ist das zweite Album von Takt32, das den Titel „ID“ trägt und im November 2016 erschienen ist.

In Zusammenarbeit mit Produzent Jumpa entstand als erster Vorgeschmack der Song „Vor dem Album“, der zeitgleich eine Hommage an Kool Savas’ Klassiker „Der beste Tag meines Lebens“ liefert. Thematisch nimmt die Platte den Hörer mit auf eine Reise, die die Geschichte von Takt32 inklusive aller Probleme, Attitüden und Sichtweisen beleuchtet. Sucht man hier nach Grenzen und Normen, ist man definitiv fehl am Platz. „ID“ ist seit dem 25.11.2016 überall im Handel erhältlich.

Juice: „…streetsmart trifft auf booksmart, harte Ansagen auf reflektiertereTöne. Wer Takt32 nicht schon von seinen Auftritten bei Rap am Mittwoch und seinem Erfolg bei der Battlemania Champions League kennt, sollte spätestens durch seine im letzten August erschienene EP »#OVERKILL« auf den Berliner Jung aufmerksam geworden sein. An der im Rap Game glorifizierten Street Credibility und Authentizität mangelt es dem jungen Herrn im Hinblick auf Herkunft und bisherigen Werdegang in keinster Weise.“

Herr Merkt: „Mit zwei ganz wundervollen Auskopplungen in audiovisueller Form besticht dieser Tage Takt32, der soeben seine EP „#Overkill“ auf den Markt warf“

Noisey: „Wir werden euch nicht den Gefallen tun, Takt32 in eine Schublade einzuordnen. Das würde dem Berliner nicht gerecht werden.“